Umstieg von Apple auf Microsoft

Dieser Bericht wird von keinem Computerfachmann oder Betreuer einer Computerfachzeitschrift geschrieben. Der Autor ist Chefredaktor eines LifeStyle Magazins, Content-Creator, Gamer und streamte ab und zu auf Twitch live. Man kann also von einem überdurchschnittlichen Device-User ausgehen, welcher viel Zeit am Computer oder Handy verbringt. Doch warum Apple? Es ist 2008 und jeder in den Vereinigten Staaten möchte ein iPhone. In Europa aber sind die ersten Geräte nicht zu kriegen. Ein Kollege des Autors schafft es aber, ein Gerät aus den USA zu importieren, welches man später nur dank eines JailBreaks benützen konnte. Dieses Geschenk aus den USA war der freiwillige Einstieg in das Apple-Ökosystems und es folgten zahlreiche weitere iPhone- und MacBook-Modelle. Seit 2014 dient ein Apple MacBook Pro (Retina, 13”, Mitte 2014) als tägliches Arbeitswerkzeug. Darauf sind folgende Programme installiert:

-       Adobe Cloud (Photoshop, Indesign, Bridge, Premiere, Acrobat)
-       MS-Office Produkte wie Outlook, Excel, Word, etc.
-       Parallels (für Windows Gebrauch von diversen anderen Programmen) mit Cisco VPN
-       OBS Stream
-       Discord

Die Games werden auf eine Sony PS4 gespielt und via HDMI-Quelle gestreamt. Später wurde das Gameplay aber nicht mehr mit einem HDMI-Kabel übertragen sondern via PS Remote Play.

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Neues Apple-Gerät oder doch ein anderes System?
Letztes Jahr kam der Wechsel: Apple will das «alte» MacBook Pro nicht mehr pflegen (kein Update auf das neuste Betriebssystem) und viele Apps funktionieren nicht mehr. Doch der wichtigste Grund für den Wechsel ist, dass die Konkurrenz extrem aufgeholt hat und preislich deutlich günstiger ist als viele neue Apple Produkte. Seit 2022 stellt Apple eigene Prozessoren her und diverse Geräte laufen nun noch schneller. Der grösste Teil aus unserem Freundeskreis ist auch nach mehreren Monaten sehr zufrieden damit. Fragt man aber nach, was das Gerät gekostet hat, muss man zuerst tief schlucken. Will man ein Top-Gerät so liegt der Preis bei mehreren tausend Franken. Dies ist doch ein Grund, um die Konkurrenz abzuchecken. Unzählige Minuten Lesezeit auf diversen Foren, zahlreiche Productreviews auf YouTube, usw. waren nun tägliche Routine. Die Kriterien für die Wahl der neuen Geräte liegt kurzgefasst auf folgende Punkte:

-       Gute Akkulaufzeit
-       Harddisk 1TB SSD, Arbeitsspeicher 16GB RAM und gute Prozessorleistung
-       Nicht viel grösser als 13/14 Zoll
-       Möglichst viele Anschlüsse
-       Wenn nötig Touchscreen

Ist ein Wechsel von Apple auf Windows nicht extrem mühsam?
Der Wechsel vom Apple-Ökosystem zu Windows mag zunächst einschüchternd wirken, doch mit sorgfältiger Planung und Überlegung kann der Prozess relativ unkompliziert verlaufen.

Datenmigration und Datensicherung
Sicherstellen, dass alle wichtigen Daten gesichert werden. Dazu gehören Fotos, Dokumente, E-Mails und andere wertvolle Dateien. Windows- und Apple-Geräte verwenden unterschiedliche Betriebssysteme, sodass die Übertragung von Daten möglicherweise einige manuelle Anstrengungen oder Tools von Drittanbietern erfordert. Viele Programme sind aber mittlerweile mit dem Cloudsystem verbunden. Dies vereinfacht den Umstieg extrem, indem man das Programm auf das neue Gerät installiert und sich dort einfach mit dem Account anmeldet (Office365, Adobe Cloud, etc.).

Unterschiede im Dateisystem
Windows verwendet das NTFS-Dateisystem, während macOS HFS+ oder APFS verwendet. Externe Festplatten oder USB-Speichergeräte sollten deshalb entsprechend formatiert sein, dass beide Plattformen darauf lesen und schreiben können. Wir verwenden für den Datentransport eine MicroSD (1TB), welche auf beiden Systemen läuft.

Cloud-Dienste und Konten
iCloud User sollten auf einen Windows-kompatiblen Dienst wie Microsoft OneDrive oder Google Drive wechseln. Wir sind bei Google, da der Terminkalender, Ablagesystem, Telefonbuch etc. alles mit den Google Diensten verbunden ist. Einmal installiert, kann es auf alle Geräte abgerufen werden (auch umgekehrt auf iOS & MacOs).

Hardware-Überlegungen
Es ist wichtig, dass man prüft, ob alle Hardware mit Windows kompatibel ist, v.a. was die Peripheriegeräte wie Drucker, Scanner und andere Geräte betrifft.  

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Lenovo Yoga 6 statt Apple MacBook Pro 13”
Das Yoga 6 mit hochwertigem Textilbezug ist ein ultramobiles 2-in-1-Gerät, das einen einzigartigen Stil mit der leistungsstarken Reaktionsfähigkeit eines AMD Ryzen™ Mobilprozessors der 4000-Serie und umfangreichen SSD-Speicheroptionen kombiniert. Beeindruckendes Multimedia-Erlebnis mit der hohen Bildqualität des 33,8 cm (13,3") grossen FHD-Displays sowie dynamischen Klang dank der Dolby Atmos®-optimierten Stereolautsprecher.

Der Wechsel vom Apple-Ökosystem zu einem Lenovo Yoga 6 mit Touchscreen kann eine spannende Möglichkeit sein, neue Funktionen und Flexibilität zu entdecken. Unser Lenovo Yoga 6 Gerät verfügt über einen AMD Ryzen 7 5700U 1.80 GHz Prozessor und hat eine AMD Radeon Graphic-Karte. Der Arbeitsspeicher beträgt 16GB Ram und die Festplatte ist eine 1TB SSD. Hier sind einige Vorteile des Lenovo Yoga 6:

Touchscreen und Convertible-Design
Der Lenovo Yoga 6 verfügt über einen Touchscreen und ein umklappbares Design, das es Ihnen ermöglicht, das Gerät als Laptop oder Tablet zu nutzen. Dies kann die Interaktion und Bedienung des Geräts vielseitiger und intuitiver machen.

Vielseitigkeit und Flexibilität
Das Convertible-Design des Yoga 6 ermöglicht es Ihnen, zwischen verschiedenen Modi (Laptop, Zelt, Tablet) zu wechseln, je nachdem, wie Sie das Gerät verwenden möchten. Dies kann besonders nützlich sein, wenn Sie unterwegs sind oder verschiedene Aufgaben erledigen.

Betriebssystem und Anpassung
Der Lenovo Yoga 6 läuft unter dem Windows-Betriebssystem. Dies könnte eine willkommene Abwechslung sein, da Windows mehr Anpassungsmöglichkeiten und Softwareoptionen bietet.

Software-Kompatibilität
Viele Anwendungen oder Software sind Windowsspezifisch und sind auf macOS möglicherweise nicht verfügbar. In unserem Fall ist das «Gaming» auf dem Laptop sehr viel einfacher.

Preis-Leistungs-Verhältnis
Lenovo Yoga-Geräte stehen oft für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie bieten eine solide Leistung und Funktionen zu einem wettbewerbsfähigen Preis im Vergleich zu einigen Apple-Modellen. Unser Model hat gerade mal CHF 799.- im Elektrofachmarkt gekostet.

Anschlussvielfalt
Der Lenovo Yoga 6 bietet eine grössere Vielfalt an Anschlüssen, einschliesslich USB-A, USB-C und HDMI, was die Konnektivität mit verschiedenen Peripheriegeräten erleichtert. Unser Gerät verfügt über folgende Anschlüsse: 2x USB-C, 2x USB-A, 1x HDMI, 1x MicroSD, 1x Kopfhörer/Mikro. Laden lässt sich das Yoga 6 einfach über USB-C. Verfügt man über ein neues Android Handy, so kann man das Yoga 6 oder das Handy mit dem gleichen Ladekabel aufladen.

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Stiftunterstützung
Das Lenovo Yoga 6 bietet die Option zur Stiftunterstützung, was nützlich sein kann, wenn man Notizen machen, zeichnen oder präzise Eingaben auf dem Bildschirm vornehmen möchte.

Gaming & Stream
FPS Online-Shooter wie Warzone laufen auf dem Yoga 6 nicht rund. Dazu ist das Gerät, welches knapp CHF 800.- gekostet hat doch zu schwach. Jedoch funktionieren Games wie CSS, Fortnite, PubG, DC Universe, Asphalt 9 Legends, etc. problemlos. Das Streamen geht mit dem Yoga 6 ebenfalls ganz easy.

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Content-Creation
Alle Adobe Produkte funktionieren problemlos. Photoshop und Indesign öffnen sich innert Sekunden. Auch grössere Dateien z.B. von 400-800MB lassen sich sehr schnell öffnen. Die Rechenleistung reicht für den normalbetrieb völlig aus. Das Videoschneiden auf Premiere hat etwas mühe, erledigt aber den Job. Für diesen unglaublichen Preis, kann man wirklich nichts sagen.

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Fazit nach mehreren Monaten
Wir haben uns vom Apple-Ökosystem entkoppelt und sind nun viel flexibler mit der Nutzung. Mit Google Drive konnten diverse Arbeitsprozesse erleichtert werden. Terminmanagement, Filetransfer, etc. alles ist viel einfacher. Mit dem Touchscreen kann das Yoga6 auch als Tablet benützt werden. Berichte lesen, im Internet surfen, alles ist möglich und spart ein weiteres Gerät (Tablet). Zudem wird für den Filetransfer oder zum Laden immer nur ein USB-C Kabel benützt.


Bericht von Deniz Bektesevic (Chefredaktor beim BMQ Magazin)